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Wir bieten Informationen rund um den Eisenstoffwechsel des Menschen an für Studenten, Ärzte, interessierte Patienten. Dieses Projekt steht im Zusammenhang mit unserer langjährigen Arbeit und Erfahrung in der Eisenstoffwechselambulanz des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf 

   "Interdisziplinäre, klinische Gruppe  Eisenstoffwechsel"  Eisenstoffwechselambulanz,   UKE- Haus  N41, Martinistr. 52, 20246 Hamburg Tel. 040-7410-52389;  Fax 040-7410-54797

 
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 Eisen ist ein wichtiges essentielles Spurenelement mit vielen Funktionen im Stoffwechsel, kann aber als Schwermetall auch toxisch wirken. Eisenmangel und Eisenüberladung sind weltweit sehr häufige Krankheiten, die medizinisch und sozioökonomisch große Bedeutung haben. 

Abb. 1:  "Janusköpfiges" Eisen (Janus: römischer Gott des Anfangs und Endes).  Auf der einen Seite ist Eisen in biologischen Systemen ein unentbehrlicher Faktor für fast alle Lebewesen, enthalten in Hämoglobin und vielen weiteren Proteinen. Auf der anderen Seite ist Eisen ein reaktives Schwermetall mit potentiell zellschädigenden Eigenschaften.  

Eisenmangel             Eisenüberladung

Eisenmangel ist medizinisch gesehen weltweit immer noch ein ungelöstes Problem. Neben Proteinmangel, Vitamin A- und Jodmangel zählt der Mangel an dem essentiellen Spurenelement Eisen zu den vier großen Nahrungsdefiziten, die für viel Leid und Elend in Entwicklungsländern verantwortlich sind. Große Anstrengungen müssen übernommen werden, um wenigsten schwangere Frauen und Kleinkinder ausreichend mit Eisen zu versorgen.   Die klinische Bedeutung von Eisenmangel in wirtschaftlich entwickelten Ländern wird in der Öffentlichkeit dagegen eher als gering eingeschätzt.  Auch viele Ärzte und  medizinische Fachgesellschaften halten Eisenmangel per se (ohne Anämie) mehr für eine Befindlichkeitsstörung, für die in unserem Gesundheitssystem immer weniger Zeit und Ressourcen zur Verfügung stehen.  Dabei gibt es in der neueren Literatur Befunde, die dafür sprechen, Eisenmangel ernster zu nehmen und konsequenter zu behandeln.  

Abb. 2: Risikofaktoren für Eisenmangel

Auch aus zell- und molekularbiologischer Sicht ist Eisen ein  spannendes Thema, obwohl das goldene Jahrzehnt der Eisenforschung (1996-2006) inzwischen möglicherweise vorbei ist. Wir kennen heute die wichtigsten Transporter und Regulatoren des Eisenstoffwechsels und Eisen scheint bei vielen physiologischen und pathologischen zellulären Prozessen eine wichtige Rolle zu spielen.  Zuletzt war das Thema Eisen sehr auf erbliche Eisenspeicherkrankheiten fokussiert und die Risiken einer Eisenüberladung wurden ganz in den Vordergrund gestellt. In den letzten Jahren wissen wir aber immer besser, welche gesundheitlichen Schäden bei Eisenüberladung drohen und wie man diese behandeln kann.  Die mögliche Sorge vor „zu viel an Eisen“ sollte deshalb heute kein Argument mehr dafür sein, einen nachgewiesenen Eisenmangel nicht adäquat zu behandeln.

Abb. 3: Leber-Fe-Messung mit dem Biomagnetometer bei einer Patientin mit Eisenüberladung

Ähnlich wie im übrigen Feld der Spurenelemente und Vitamine sieht man sich heute in Zeitschriften und elektronischen Medien unzähligen Beiträge zum Thema Eisenmangel und Eisenüberladung gegenübergestellt, die aber meist oberflächlich und unkritisch sind und letztlich wenig Klarheit über das Thema vermitteln. Die vorliegende Homepage soll  deshalb dem nicht-spezialisierten Arzt und dem interessierten Laien Hilfestellungen geben, die neuesten Erkenntnisse über Symptome, Diagnostik und Therapie auf dem Gebiet Eisenstoffwechselstörungen besser einordnen zu können.  

 

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Hinweise und Kommentare bitte an Dr. Peter Nielsen
Letzte Änderung am 17.03.2011

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