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Wir bieten Informationen rund um den Eisenstoffwechsel des Menschen an für Studenten, Ärzte, Patienten.Dieses Projekt steht im Zusammenhang mit unserer langjährigen Arbeit und Erfahrung in der Eisenstoffwechselambulanz des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

 "Interdisziplinäre, klinische Gruppe  Eisenstoffwechsel"  Eisenstoffwechselambulanz,   UKE- Haus  N41, Martinistr. 52, 20246 Hamburg Tel. 040-7410-52389Fax 040-7410-54797;                                 

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Sekundäre Siderosen

Unter dem Begriff sekundäre Eisenüberladung werden in der Literatur alle Krankheitsbilder zusammengefasst, die nicht zu den Erkrankungen mit primärer Eisenüberladung gehören. Es handelt sich dabei um eine Reihe von genetisch bedingten oder erworbenen Krankheiten, die auch zu einer progressiven Organsiderose und zu  erhöhten Eisenparametern im Blut führen können. Eine Übersicht ist in Tabelle 1 aufgeführt, wobei in der Literatur unterschiedliche Auflistungen existieren.

In diesem Kapitel kann mit der ß-Thalassämie, der Sichelzellanämie, dem myelodysplastischen Syndrom und Diamond Blackfan Anämie nur auf einige Beispiele für „iron loading anaemias“ und Transfusionssiderosen eingegangen werden, bei denen eine unterschiedliche hämatologische Grundkrankheit zu einer schweren Eisenüberladung führt, die ohne eine adäquate Behandlung für den Patienten lebensbegrenzend sein kann. 

 

“Iron-loading anemias” mit und ohne Transfusionen

o        Thalassaemia major                                                                        o        Kongenitale Dyserythropoetische Anämien (CDA)                               o        Sideroblastische Anämien

Transfusionssiderosen

o        Aplastische Anämien                                                                      o        Diamond-Blackfan-Anämie                                                             o        Myelodysplastisches Syndrom                                                          o        Sichelzellkrankheit

Nutritive Eisenüberladung                                                                            Parenterale Eisenüberladung nach IV Eisen                                                        Chronische Lebererkrankungen

o        Hepatitis C and B                                                                         o        Alkohol-induzierte Lebererkrankung                                                 o        Dysmetabolisches Syndrom  

Tab. 1. Einteilung von Sekundären Eisenüberladungen

„Iron-Loading Anaemias“                                                                                                     Im amerikanischen Sprachraum wird häufig der Begriff „Iron-loading anaemias” verwendet, der sehr schön die Auswirkung von einigen Anämien beschriebt, die durch  eine hyperplastische aber ineffektive Erythropoese charakterisiert sind. Die überschüssige Eisenspeicherung kann allein bedingt sein durch eine hochregulierte Nahrungseisenabsorption, z.B. bei Patienten mit Thalassaemia intermedia, bei Patienten mit Thalassaemia major vor Beginn einer Transfusionstherapie (1), bei Patienten mit kongenitaler dyserythropoetischer Anämie (CDA), erworbener und Pyridoxin-responsiver sideroblastischer Anämie, oder bei kongenitalem erythrozytärer Pyruvatkinase-Mangel. 

 

 

 

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Hinweise und Kommentare bitte an Dr. Peter Nielsen
Letzte Änderung am 19.01.2010
 
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